Archiv des Autors: BV-Oststadt

Die Stadt Karlsruhe baut das Angebot für CarSharing weiter aus


Mit dem Inkrafttreten der Novelle der Straßenverkehrsordnung im April 2020 wurden vom Gesetzgeber einige Änderungen vorgenommen, um sichere, klimafreundliche und moderne Mobilität zu fördern. Neue Möglichkeiten ergeben sich hierbei insbesondere im Bereich des CarSharings.

Die neue Rechtslage ermöglicht eine Reservierung und somit auch eine Bevorrechtigung von CarSharing-Fahrzeugen im öffentlichen Raum. Bereits jetzt ist Karlsruhe Spitzenreiter im Carsharing-Städteranking. Auf 1.000 Einwohner kommen 3,2 Carsharing-Fahrzeuge. Stadtmobil, als bisher einziger Carsharing-Anbieter in Karlsruhe, bietet bereits jetzt an über 200 verschiedenen Stationen im gesamten Stadtgebiet ein gutes Alternativangebot zum eigenen Fahrzeug an. Das bestehende Angebot wird nun unter Berücksichtigung der neuen Möglichkeiten weiter ausgebaut.

Bisher wurden die Fahrzeuge überwiegend auf Privatgelände oder auf freien Stellplätzen im öffentlichen Raum abgestellt. Durch die Reservierung von öffentlichen Stellplätzen für CarSharing-Fahrzeuge wird dieses Angebot sichtbarer und nutzerfreundlicher. Die Entlastungsleistung eines Fahrzeuges mit festem Standort ist einer Umfrage zur Folge wesentlich höher. Im Mittel können pro CarSharing-Fahrzeug 8 Privatfahrzeuge ersetzt werden und somit auch eine Entlastung der angespannten Parksituation erzielt werden.

Die Förderung und Weiterentwicklung von CarSharing ist ein wesentlicher Baustein in der Mobilitätsstrategie der Stadt Karlsruhe und ein wichtiger Schritt zu einer stadtverträglichen und klimafreundlichen Verkehrspolitik.

Die ersten reservierten Carsharing-Stellplätze im Stadtgebiet wurden im Juni 2020 eingerichtet. Dieses Angebot soll nun weiter ausgebaut werden. In diesem Rahmen wurden auch in der Seubertstr. Ecke Gerwigstraße 2-3 neue CarSharing-Flächen eingerichtet.

Newsletter zum Jahresausklang

Liebe Interessierte am Oststadt-Bürgerverein,

wir freuen uns sehr, dass Sie sich so viele Interessenten zu unserem neuesten Produkt, dem BV-Oststadt-Newsletter angemeldet haben. Wir werden Ihnen im Laufe des nächsten Jahres – übrigens es ist das Jahr unseres 125-jährigen Bestehens – alles Wichtige und Aktuelle über die Oststadt über den BVO-Newsletter und unsere anderen Medien mitteilen. Neben den Themen „Bauen“, „Verkehr“, „Verwaltung“ werden wir uns vermehrt mit Themen wie „Klima“, „Soziales“ und „Kultur“ beschäftigen, und Ihnen hoffentlich bald wieder interessante Ereignisse, Projekte und Veranstaltungen von Partnern und Vereinen der Oststadt empfehlen.

Neue und junge Mitglieder bringen gerade frischen Wind in unsere Medienauftritte: der „Oststadtbürger“, der alle zwei Monate erscheint, unsere Homepage bv-oststadt.de, seit heute der BVO-Newsletter undbald auch weitere interaktive Seiten in Sozialen Medien. Seien Sie gespannt darauf! Und natürlich nehmen wir gerne Ideen und Anregungen von Ihnen auf.

Dieses Jahr war geprägt von Stillstand, auch wir mussten unsere Aktivitäten beschränken und das Spargelfest und die Weihnachtsfeier absagen. Wir hoffen, dass wir im neuen Jahr 2021 bald wieder zu den beliebten Veranstaltungen des Bürgervereins und seinen Arbeitskreisen „Oststadt-Nachbarschaft“ und „Oststadt Kultur“ einladen können. ,

Ich wünsche Ihnen, trotz allen misslichen Umständen, eine Frohe Weihnacht und einen gesunden Rutsch ins neue Jahr!

Ihr

Jürgen Scherle

1. Vorsitzender des Bürgervereins der Oststadt 1896 e.V.

Die Altpapiersammlungen der Vereine behaupten sich, haben es aber schwer

Liebe Bürger*innen,

… die Überschrift kann man als Quintessenz der letzten fünf Jahre so zusammenfassen. Die Sammelmengen haben sich leider erheblich reduziert. An Häusern, die früher regelrechte Stapel an Zeitungen und Zeitschriften gerichtet hatten, stehen oft nur noch kümmerliche Päckchen oder sogar gar nichts mehr. Wenn es nicht einen harten Kern an Bürger*innen gäbe, die konsequent weiterhin ihr Altpapier für uns sammeln und die blaue Tonne maximal für Verpackungen, Pizzakartons und Kartonagen nutzen, würde diese wichtige Einnahmequelle für die Jugendarbeit im Stadtteil wegbrechen.

Spricht man dieses Thema an (was sowohl die beteiligten Organisationen TSV Rintheim, Kirchenjugend St. Martin und Rintheimer Karnevalsclub RCC sowie der Bürgerverein immer wieder tun), stößt man wohl auf offene Ohren und Verständnis – passiert ist selten bis wenig etwas.

Dieselben Haushalte stopfen weiterhin ungerührt blaue Container voll, obwohl das separate Sammeln von Zeitungen und Zeitschriften in handlichen Kartons wirklich niemanden wehtut und auch nur geringen Platzbedarf hat – es ist schlicht und einfach Bequemlichkeit und Ignoranz!

Im Schnitt liegen 6 Wochen zwischen den Straßensammlungen – die Papiertonne wird im 4wöchigen Turnus geleert. So groß ist die Differenz also nicht, probieren Sie doch das getrennte Sammeln der für uns werthaltigen Zeitungen und Prospekte. Große Kartons, Unmengen an Verpackungen, etc. nehmen wir natürlich mit, aber das ist mehr Mühe als Ertrag, die Bezahlung erfolgt für Masse und nicht für Volumen.

Es wäre wünschenswert, wenn sich diejenigen, die sich „zurückgezogen“ haben, wieder aktiv werden und auf diese einfache Weise, einen deutlichen Beitrag zur Finanzierung der Nachwuchsförderung leisten.

Bitte unterstützen Sie die Altpapiersammlungen! Die Erlöse daraus finanzieren wichtige Elemente der Jugendarbeit und karitative Zwecke und stärken damit auch unseren Stadtteil.

In Rintheim und der Oststadt brauchen Sie keine Altpapiertonne! Eigentümer sowie Hausverwaltungen können sich von der blauen Tonne befreien lassen (Anruf unter 115 oder online auf http://www.karlsruhe.de/b4/buergerdienste/abfall.de), wenn Sie das Altpapier über unsere Sammlungen entsorgen.

Ich wünsche Ihnen allen ein geruhsames Weihnachtsfest, einen guten Rutsch ins Neue Jahr und viel Elan sowie neue Ideen und Tatendrang in 2021. Bleiben Sie trotz der schwierigen Zeit geduldig und optimistisch und vor allem gesund!

Stefan Schwarzwälder

Online: Zero Waste mit Kindern im Alltag

Quartier-Zukunft stellt vor: von Klopapier bis Weihnachtsgeschenke
Donnerstag, 03. Dezember, 18:00 Uhr
Online per Zoom
Passend zu unserem Selbstexperiment „Zero Waste“ gibt es im Dezember unseren nächsten Themenabend. Wir freuen uns auf Anke von Wastelesshero! Sie lebt seit einigen Jahren mit ihrer Familie quasi plastik- und müllfrei. Am Themenabend erklärt sie uns, wie ihr das gelingt. Außerdem stellt sie uns nachhaltige Alternativen zu klimabedenklichen Produkten in unserem Alltag vor. Da die Adventszeit naht, geht es dabei auch um das Thema Weihnachtsgeschenke und Kinder. Aber auch alle Menschen ohne Kinder sind herzlich willkommen und können Ihre Fragen stellen.
Neugierig geworden? Dann komm vorbei! Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Den Zoom-Link findest du auf unserer Webseite www.klimaschutzgemeinsamwagen.de/kalender.
Wir freuen uns auf dich!

Bericht des 1. Vorsitzenden Jürgen Scherle, Nov 2020

Dieser Bericht erscheint auch im Oststadtbürger Heft 6 /2020.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger der Oststadt,

eigentlich haben wir gehofft, dass sich wieder normalere Verhältnisse einstellen und die Arbeit des Bürgervereins wie gewohnt weitergeführt werden kann. Stattdessen verschärft sich die Coronalage wieder und wir haben einen neuen Lockdown und öffentliche Veranstaltungen sind uns weiterhin nicht möglich. Auch unsere Vorstandsitzungen werden vorerst online im Internet durchgeführt werden müssen! Die Stadt sagte regelmäßige Kooperationsgespräche mit den Bürgervereinen ab und verweist auf den stattdessen geplanten schriftlichen Meinungs- und Informationsaustausch.

Bürgermeisterwahlkampf

Im Bürgermeisterwahlkampf wollten wir eine Veranstaltung mit Befragung der Kandidaten durchführen. Die Zusage eines Veranstaltungsraumes hatte sich aber derart verzögert, dass die Veranstaltung coronabedingt nicht mehr umsetzbar war. Eigentlich hätte man die Wahl, wegen mangelhafter Werbemöglichkeiten der Kandidaten, verschieben sollen. Zwei Kandidatinnen, Frau Vanessa Schulz von Die Partei und Frau Petra Lorenz von den Freien Wählern/Für Karlsruhe, haben darum gebeten, sich dem Bürgerverein vorstellen zu können. Frau Schulz konnte dies noch bei einer realen Vorstandsitzung wortgewandt und ideenreich tun, die Vorstellung von Frau Lorenz konnte dagegen nur noch bei einem Onlinemeeting des Vorstandes stattfinden. Als selbstständige Geschäftsfrau und Stadträtin antwortete Sie erfahren und kritisch auf unsere Fragen. Wir wünschen beiden trotz dem Lockdown einen effektiven Wahlkampf.

Fahrradfahrer auf Gehwegen

Auf Kosten von Fahrspuren und Stellplätzen für Kraftfahrzeuge wurde in vielen Straßen, auch mit Unterstützung des Bürgervereins, neue oder sicherere Fahrradwege geschaffen. Trotzdem nutzen oft noch Fahrradfahrer die Gehwege, anstatt auf kürzestem Weg den nächsten Fahrradweg anzusteuern. Dies regt einige Oststadtbürger derart auf, dass sie diese Vorkommnisse bei ihren täglichen Fußwegen notiert und aufgelistet haben. Es kam so eine beträchtliche Zahl von Verkehrsverstößen zusammen. Dies bestätigt uns in der bei der Bürgerbeteiligung vorgetragenen Forderung, den künftigen Bernhardusplatz in dessen Kernbereich von Fahrradverkehr freizuhalten und mittels konsequenten Fahrradwegführung zu umfahren.
Selbstkritisch erinnere ich mich an mein eigenes Verhalten als Fahrradfahrer in jüngeren Jahren. Ich war damals nicht besser, aber damals gab es auch keine oder nur wenige Fahrradwege. Ich halte es deshalb für dringend geboten, dass die Fahrradfahrgemeinde nicht nur mittels Fahrraddemos für weitere Fahrradwege, sondern auch innerhalb der Fahrradgemeinde für korrektes Verhalten wirbt, damit nicht die schwächsten Verkehrsteilnehmer, die Fußgänger, die Leidtragenden sind.

Kleingartenentwicklungsplan (KEP)

Im letzten Heft wurde von Helmut Rempp, unserem Vorsitzenden des Arbeitskreises der Bürgervereine, über das „Gärtnern in der Stadt“ berichtet. Ich will heute auf die Verhältnisse in der Oststadt und auf den speziellen Aspekt der Gartenparzellen der Wohnbaugenossenschaften eingehen.

Nach Umfragen und Berechnungen  hat die Oststadt, neben Innenstadt Ost, Südstadt und Waldstadt, laut KEP einen sehr großen Bedarf an Kleingärten von ca. 7% der vorhandenen Gartenparzellen.  Dieser hat sich insbesondere in der Coronazeit noch verstärkt. Im ersten Moment erstaunt dieser Bedarf, wenn man die großen Kleingartenanlagen an der Hagsfelder- und Durlacher Allee mit insgesamt 987 Gartenparzellen bewusst macht. Die Oststadt ist aber ein Stadtteil, der direkt vor den Toren der Kernstadt, teilweise auf den aufgegebenen Küchengärten des großherzoglichen Schlosses, entstanden ist. Die Gebäude wurden relativ dicht und drei bis vierstöckig ohne Nutz- bzw. Hausgärten in den Innenhöfen der Blöcke gebaut. Nutzgärten wurden erst am Rande der Siedlungsflächen angelegt. Mit der Erweiterung der Siedlungsflächen nach Osten rückten auch die Gärten weiter an den Siedlungsrand. Dieser Prozess   führte dazu, dass die Gartennutzer immer weitere Wege von ihren Wohnungen bis zu den Gärten zurücklegen müssen. In den für Jahrzehnte vorausschauenden Flächennutzungsplänen ist weiterhin vorgesehen, Kleingartenanlagen durch Siedlungs- und Gewerbeflächen zu ersetzen. So sollen in der Oststadt die westlich des Hauptfriedhofes liegende Kleingartenanlage „Fasanengarten“ in der Zukunft der Universitätserweiterung und die direkt südlich der Durlacher Allee liegende Kleingartenanlage „Durlacher Allee“ alsbald Bürokomplexen geopfert werden.
In Zeiten der Klimaerwärmung wäre es grundsätzlich wichtig, die Kleingartenanlagen in ihrer Lage zu belassen und die neuen, zwingend erforderlichen Siedlungs- und Gewerbeflächen um diese herum zu entwickeln. Dann könnten die Kleingartenanlagen als kühle und somit kühlende Inseln ihre positive Wirkung auf die angrenzende Wohnbebauung entfalten.

Der große Kleingartenbedarf in der Oststadt ist bedingt durch die dichte mehrstöckige Bebauung ohne integrierte oder angrenzende Hausgärten und der Entfernung der am Rande liegenden Gartenanlagen, die erst mit deutlich mehr als 10 Minuten dauernden Fußwegen erreicht werden können. Letzteres wurde als wichtiges Kriterium erarbeitet, nicht zuletzt um unnötigen motorisierten Individualverkehr zu vermeiden.
Der Wegfall der oben genannten Kleingartenanlagen wird den Kleingartenbedarf noch verstärken. Reserveflächen für neue Gartenanlagen sind in näherer Umgebung der Oststadt weder vorhanden noch ausgewiesen.

Reaktivierung von Hausgärten der Wohnbaugenossenschaften?

Eine Besonderheit des „Gärtnern in der Stadt“ sind insbesondere in der Oststadt die alten Blöcke der Wohnbaugenossenschaften, die man in deren Innern mit kleineren Gartenparzellen von kleiner 50-100 m² versehen hat. Sie sind den angrenzenden Wohnungen direkt zugeordnet. Als sogenannte Hausgärten sind sie im KEP nicht berücksichtigt. Sie wurden insbesondere nach dem Ersten Weltkrieg zur Selbstversorgung der dort wohnenden Genossenschaftler mit Obst und Gemüse geschaffen. Nach dem Zweiten Weltkrieg dominierte der Wohnungsbedarf, weshalb die Genossenschaften neben ihren neuen Mehrfamilienhäusern keine Hausgärten mehr anlegten. Auch wurde ein Teil der vorhandenen Hausgärten mit der Zeit  zur Grünfläche umgewandelt.

Angesichts des großen Bedarfs an Kleingartenanlagen und dem Wunsch der Bürger auch nach gemeinsamen Gärtnern (Urban Gardening, wie es hinter der Musikhochschule praktiziert wird und von 60% der Befragten mit Gartenwünschen bevorzugt wird), stellt sich die Frage, ob die Genossenschaften  zumindest einen Teil der in Grünflächen umgewandelte Hausgärten nicht wieder reaktivieren sollten. Ein Teil könnte alternativ  auch als Flächen für gemeinsames Gärtnern der Genossenschaftler in der Art des „Urban Gardening“ hergerichtet werden.

Wichtige Funktion der Wohnbaugenossenschaften

Anders als das klassische Mietverhältnis hat das Wohnen in der Genossenschaft als Genosse folgende wichtige Vorteile: Mit seinen finanziellen Anteilen ist er Miteigentümer und kann, wenn er nicht der Satzung gröblich zuwiderhandelt, nicht gekündigt werden. Da keine Renditeinteressen zugrunde liegen, ist die Miete, die eigentlich ein Nutzungsentgelt an die Gemeinschaft ist, relativ niedrig und führt somit zu einer Dämpfung der allgemeinen Mietsteigerung. Die Genossenschaften sind demokratisch organisiert, weshalb der Genosse direkt oder über gewählte Vertreter mitentscheidet, wie und was baulich geschieht.
Ob Grünflächen in Gartenparzellen zurückverwandelt werden und wer diese nutzen darf (nur die angrenzende Hausgemeinschaft oder der gesamte Wohnblock, kann deshalb nicht verordnet, sondern muss in einem demokratischen Prozess ausgehandelt werden. Meine Anregung zur Reaktivierung der Hausgärten zur Befriedigung eines Teils der Bedürfnisse zum „Gärtnern in der Stadt“ möge deshalb als Anregung innerhalb der Genossenschaften dienen.

Da der Bürgerverein dieses Jahr coronabedingt keine Weihnachtsfeier durchführen kann,
wünsche ich Ihnen im Namen des Vorstandes bereits jetzt ein frohes Weihnachtsfest und einen gesunden Rutsch ins neue Jahr!

Ihr Jürgen Scherle

1. Vorsitzender des Bürgervereins Oststadt

Pressespiegel BNN – Hundebeutel gibt es weiterhin gratis

Corona sorgt aktuell beim Nachschub für Engpässe / Paten kümmern sich um die Boxen

Sally und Ringo, die Terriermischlinge, an der Leine von Heinrich Petri nehmen aufmerksam Witterung auf. Als sogenannter Pate ist Petri für zwei Verteilerboxen und deren Befüllung mit Hundebeuteln zuständig. Ehrenamtliches Engagement bei der Aktion „Erhaltet die Hundebeutel“, gegründet von Andreas Gold vom Bürgerverein Oststadt, wird schon seit Jahren groß geschrieben. 85 Paten sorgen dafür, dass immer ausreichend Beutel für die Entfernung der tierischen Hinterlassenschaften in den stadtweit 200 Boxen vorhanden sind. Unterstützt werden sie vom Gartenbauamt, das die Beutel beschafft und zur Abholung bereithält.
„Normalerweise hole ich den Nachschub in der Frühlingsstraße vom Betriebsgelände des Gartenbauamtes, aber dort ist wegen Corona geschlossen“, berichtet Petri. Die geringen Mengen an Beutel, die im Rathaus ausgegeben werden, so Gold, seien für den Endverbraucher bestimmt. Ihnen fehlte zudem eine Aufhängung, um sie in den Boxen befestigen zu können. „Wir sind trotz der schwierigen Situation positiv gestimmt“, gibt sich Lore Chorbacher zuversichtlich, Abteilungsleiterin Freianlagenmanagement. Durch Corona käme auch das Gartenbauamt an seine Grenzen. „Wir wollen die Verteilung auf andere Beine stellen und hier in Zukunft mit den Bürgervereinen zusammenarbeiten.“ Die Bauhöfe seien nicht für Publikumsverkehr ausgerichtet und ein Paket mit Beuteln zur Abholung vor die Tür zu stellen, sei die Ausnahme gewesen.
Dieter Rühle, der Inhaber von Nelly’s Futterkiste in der Nordstadt, lobt die „vorzügliche Zusammenarbeit mit dem Gartenbauamt“. Er bietet Lagerfläche für Beutel in seinem Geschäft als neue Verteilerstation an, ebenso Rolf Apell vom Bürgerverein Stadtmitte in seinem Büro. Chorbacher bestätigt, dass im Amt gerade die Ausschreibung geprüft wird, um problemlos vom Lieferant an neue Adressen liefern zu können. Derweil sprang Ulrich Reidenbach vom Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) in Vaihingen an der Enz in die Bresche und spendete spontan 40.000 Beutel, Christian Kym vom schweizerischen Boxenherstellers Robi Dog spendete 20.000 Beutel.
Die gute Nachricht im Corona-Chaos ist: Die Hundebeutel sind auch im neuen Gesamthaushalt 2021 unter der Position „Grünflächenpflege“ enthalten und werden weiterhin gratis zur Verfügung gestellt werden.

Von links Andreas Gold, Rolf Apell, Henri Petri mit Hunden, Dieter Rühle

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