Das Oststadtfest: Ein voller Erfolg

Pressespiegel aus den BNN:
Wertvoller Treffpunkt für Familien
Kinderprogramm und Nachhaltigkeit: Bürgerverein organisiert zweites Oststadtfest
Jürgen Hotz, Karlsruhe.
Zwölf Uhr mittags. Muttertag. Die Landsknechte des Vereins „Europafanfare“, die im September zur Steubenparade in New York erwartet werden, spielen unter Dirigent Siegfried Nowak den Hagenauer Marsch. Die Sonne bescheint lieblich die Gartenfestatmosphäre rund um das Zelt des Jugendzirkus’ „Maccaroni“, wo der Bürgerverein Oststadt (BVO) zur zweiten Auflage des Oststadtfests, dem ehemaligen Spargelfest, einlädt.
Spargel gibt es natürlich weiterhin, dieses Mal bewirtet ein Party-Caterer. Besucher jeder Altersgruppe, weit über die Hälfte Kinder, machen es sich an den Holztischen gemütlich oder strömen gleich aus hinter die Wiese, woder Mitmachzirkus lockt. „Ich freue mich auf die Hula-Hoop-Reifen und Diavolo“, sagt der neunjährige Franz. Sieseien zwei Familien mit fünf Kindern, ergänzt Esther Rastetter aus Daxlanden, die gerade ihre Mahlzeit beendethaben. „Wir kommen gern zum Zirkus Maccaroni undfinden so Stadtteilfeste super sympathisch.“
Von der Bühne herab im Zelt gibt es gerade Jazz Standards und Latin Music von Andreas Weber, Gitarre, Sarah Tzitzikos, die singt und Thomas Oberle am Bass, dem ASTrein Trio. Sarah Oberle gibt „Sunny“ und später sagt sie: „Als Oststadtbewohner wollen wir die Verbundenheit mit dem Stadtteil zeigen und helfen einander.“
So wie die „Kulturküche“, im roten Zelt neben dem Eingang. Yannis Buket hat zweierlei Curry-Gerichte gekocht: „Vegan und regional und das Topping ist Gurke in Zitronensaft mit Kräutern.“ Sie kochten täglich Essen zum Selbstkostenpreis gegenüber der Uni, so Sabine Uhle,mit der Haltung: „Zahle, was es dir Wert ist.“
Beim Stand vom „Quartier Zukunft“ des KIT kann jeder ein Selbstexperiment für nachhaltigere Lebensweise machen. „Über das Dosenwerfen für Kinder – es gibt Pflänzchen als Gewinn – bekommen wir die Eltern“, sagt Luisa Weihing mit Augenzwinkern. Sie wollten Nachhaltigkeit in Politik und Gesellschaft tragen.
Renate Krogmeier-Vieten und Claudia Birk im Tutu und mit Bauchladen, beide vom BVO, gehen durch die Menge und verteilen Blumensamen-Tütchen – nur an Mütter –sowie Flyer von „Ausgeschlachtet“, dem zeitgleich stattfinden Tag der Offenen Türen auf dem nahen Alten Schlachthofgelände, mit dem sie kooperieren. „Auwauwau – wir waren etwas skeptisch, ob auch Besucher bei diesem unterschiedlichen Angebot kommen“, so Jürgen Scherle, der Vorsitzende des BVO. Sorge bereite ihm die Entwicklung des Ostaueparks, so Scherle auch zu anwesenden Stadträten, ihm fehle eine Gesamtplanung. „Wir hoffen, 2024 wieder hier sein zu können.“
Clown Lelo alias David Starke weiß beim Mitmachzirkus Kinder zu begeistern, die fasziniert an seinen Lippenhängen. Er improvisiert, gibt den Pavarotti oder zieht Tücher wie von Zauberhand aus Kinderohren. Die sechsjährige Eliana balanciert frei auf dem Drahtseil, Papa Maurice Fitzpatrick gibt nur Hilfestellung. Marina, ihre Mutter, sagt: „Es ist wertvoll, dass es so Feste gibt, wo sich auch Familien treffen können.“

BV-Oststadt